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Das Jakobuskirchlein
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Sonnenuhr am Jakobuskirchlein |
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Die Stifter Hanns Guet (Bon) oder Maurer und sein Bruder Gaudenz, aus Mailand gebürtig, nun Zolleinnehmer in Rabland, ließen um 1513 das Kirchlein erbauen. Die Einweihung des im spätgotischen Stil erbauten hübschen Gotteshauses erfolgte im Jahre 1521. Das kleine Glöcklein, welches nun als Zügenglöcklein dient, stammt aus dem gleichen Jahre. Der heilige Jakobus der Ältere ist der Hauptpatron, und die hl. Margareta aus Antiochia ist die zweite Patronin des Kirchleins. Das Patrozinium der Kirche fällt also auf den 25. Juli, gefeiert wird es jedoch am darauffolgenden Sonntag. (Jakobisonntag) Das Jakobuskirchlein besitzt ein Spitzbogenportal in abgefaster Steinrahmung, polygonalen Chorabschluß und ein im Jahre 18287 aufgesetztes Türmchen mit niedrigem Viereckhelm. Das Kirchlein wurde im 18. Jahrhundert seiner gotischen Rippen beraubt und 1891 an Fenster und Gewölben regotisiert. Der Altar ist barock (16. Jh.), hat Säulen mit verkröpftem Gebälk, Volutengiebel, Rocaille. Das Altarbild stellt St. Jakob und St. Margareta dar und stammt wahrscheinlich von Josef Wengenmayr. Im Kirchlein stand ehemals ein gotischer Flügelaltar vom schwäbischen Meister Jörg Lederer. Die an der Südseite befindliche sehr schöne Sonnenuhr mit Doppeladler zwischen zwei Löwen, Wappen von Österreich und Tirol, und die Sonnenuhr an der Westseite stammen vom Jahre 1598. Bei der letzten Renovierung des Kirchleins in den Jahren 1977/78 wurde an der Westseite die oben erwähnte interessante Sonnenuhr freigelegt, ebenso eine Inschrift an der Ostseite folgenden Inhalts: "Philister heben zu kriegen Trutzt Goliath, der kühne Mann. David der Knab sich an ihn wagt. Schlug ihn, damit der Feind verjagt." Der Spruch stammt wahrscheinlich aus dem Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714), während welcher Zeit Rabland unter dem durchziehenden Herren zu leiden hatte. Seit der gutgelungenen Renovierung im Jahre 1978 dient das Jakobuskirchlein als würdiger Aufbahrungsraum für die Verstorbenen, womit es wiederum einen wichtigen und wirklich sinnvollem Zweck zugeführt wurde. |
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Aus der Broschüre: Die neue Kirchenorgel / Rabland - Einst und Jetzt Dorfgeschichte von Kulturassessor Ewald Lassnig. |
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