24.10. - 07.11.1999

10.10. - 24.10.1999
12.09. - 26.09.1999
26.09 - 10.10.1999


Mitteilungen


Ein Versuch

In der Pfarre hat es in den letzten Jahrzehnten immer einen wöchentlichen Kindergottesdienst gegeben, der im Laufe der Zeit aus vielerlei Gründen "Schwindsucht bekam" und dann letzten Endes eingegangen ist.

Die Sonntagsmesse um 10 Uhr trägt die Bezeichnung "Familiengottesdienst", wird aber von vielen als Kindermesse angesehen. Dementsprechend nüchtern fallen dann auch die Urteile aus, wenn die Feier nicht ausschließlich auf die Schüler "zugeschnitten" wird: "Es dauert zu lange - die Predigt wird nicht verstanden - die Gesänge sind von gestern - es gibt zu wenig Kost für das Auge und junge Eltern kommen zu sparsam als Mitarbeiter vor."

Es stimmt, daß Kleinkinder und Schüler der ersten Klassen in einem gewöhnlichen Gottesdienst "überfordert" sind - daß aber in der 10 Uhr Messe am Sonntag auch immer mehr oder weniger versucht worden ist, auf die Schüler einzugehen und sie einzubinden, das darf ich als "meistens Anwesender" mit Recht behaupten. Allerdings stimmt es auch, daß das Leben der jungen Eltern sich geändert hat und es nicht mehr so einfach ist, die junge Generation für die sonntäglichen "Zusammenkünfte des Glaubens" zu gewinnen. Vor allem spielt das Miteinander in der Kleinfamilie, die Ansprechbarkeit des Feierns und das "Ungebunden werden" eine größere Rolle als früher.

Eine junge Elterngruppe aus der Pfarre hat sich in diesem Jahr regelmäßig getroffen, um einen Weg zu finden, zusammen mit Kleinkindern (0 - ca 7 Jahren) den "Tag des Herrn" zu feiern.
Geplant war ein regelmäßiger Kindergottesdienst am Vorabend des Sonntags. Nachdem ich aber neben des anderen 3 - 4 Sonntagsgottesdiensten nicht noch eine weitere Messe dazunehmen kann, stellte sich die Frage, woher andere Priester nehmen.Da diese Letzteren heutzutage nicht mehr so leicht zu finden sind, haben wir uns darauf geeinigt, einmal im Monat einen Vorabendgottesdienst zu feiern und die übrigen 3 -4 mal laden die Verantwortlichen dieser Eltern zu einem Wortgottesdienst.
Dieses zweite Angebot ist zwar nicht "secundum Lucam" (weil es ja keine Messe ist), aber die Gruppe hat die Möglickeit, in dieser Zeit vom 23. Oktober bis vor Weihnachten durch persönlichen Einsatz Erfahrungen zu sammeln.

Wie es dann nachher weitergehen soll, werden wir schauen. Wir wünschen den jungen Eltern, daß es ihnen gelingt, einige Anliegen in die Tat umzusetzen, Ausdauer in diesem Bemühen, ein Echo von seiten der jungen Familien und die Klugheit für das Wesentliche. Wir sind nicht "fromme Show-Master" sondern von Gott Eingeladene zu seinem Gastmahl. Wie gelingt uns dies, den Kindern als Lebenswert weiterzugeben?

Auf eine Antwort darauf wartet nicht nur der Pfarrer.....

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