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Mitteilungen
Ein
Versuch
In der Pfarre hat es in den letzten Jahrzehnten immer einen wöchentlichen
Kindergottesdienst gegeben, der im Laufe der Zeit aus vielerlei Gründen
"Schwindsucht bekam" und dann letzten Endes eingegangen ist.
Die Sonntagsmesse um 10 Uhr trägt die Bezeichnung "Familiengottesdienst",
wird aber von vielen als Kindermesse angesehen. Dementsprechend nüchtern
fallen dann auch die Urteile aus, wenn die Feier nicht ausschließlich
auf die Schüler "zugeschnitten" wird: "Es dauert zu lange - die Predigt
wird nicht verstanden - die Gesänge sind von gestern - es gibt zu
wenig Kost für das Auge und junge Eltern kommen zu sparsam als Mitarbeiter
vor."
Es stimmt, daß Kleinkinder und Schüler der ersten Klassen in
einem gewöhnlichen Gottesdienst "überfordert" sind - daß
aber in der 10 Uhr Messe am Sonntag auch immer mehr oder weniger versucht
worden ist, auf die Schüler einzugehen und sie einzubinden, das darf
ich als "meistens Anwesender" mit Recht behaupten. Allerdings stimmt es
auch, daß das Leben der jungen Eltern sich geändert hat und
es nicht mehr so einfach ist, die junge Generation für die sonntäglichen
"Zusammenkünfte des Glaubens" zu gewinnen. Vor allem spielt das Miteinander
in der Kleinfamilie, die Ansprechbarkeit des Feierns und das "Ungebunden
werden" eine größere Rolle als früher.
Eine junge Elterngruppe aus der Pfarre hat sich in diesem Jahr regelmäßig
getroffen, um einen Weg zu finden, zusammen mit Kleinkindern (0 - ca 7
Jahren) den "Tag des Herrn" zu feiern.
Geplant war ein regelmäßiger Kindergottesdienst am Vorabend
des Sonntags. Nachdem ich aber neben des anderen 3 - 4 Sonntagsgottesdiensten
nicht noch eine weitere Messe dazunehmen kann, stellte sich die Frage,
woher andere Priester nehmen.Da diese Letzteren heutzutage nicht mehr
so leicht zu finden sind, haben wir uns darauf geeinigt, einmal im Monat
einen Vorabendgottesdienst zu feiern und die übrigen 3 -4 mal laden
die Verantwortlichen dieser Eltern zu einem Wortgottesdienst.
Dieses zweite Angebot ist zwar nicht "secundum Lucam" (weil es ja keine
Messe ist), aber die Gruppe hat die Möglickeit, in dieser Zeit vom
23. Oktober bis vor Weihnachten durch persönlichen Einsatz Erfahrungen
zu sammeln.
Wie es dann nachher weitergehen soll, werden wir schauen. Wir wünschen
den jungen Eltern, daß es ihnen gelingt, einige Anliegen in die
Tat umzusetzen, Ausdauer in diesem Bemühen, ein Echo von seiten der
jungen Familien und die Klugheit für das Wesentliche. Wir sind nicht
"fromme Show-Master" sondern von Gott Eingeladene zu seinem Gastmahl.
Wie gelingt uns dies, den Kindern als Lebenswert weiterzugeben?
Auf eine Antwort darauf wartet nicht nur der Pfarrer.....
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