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Das freie Gebet ist heute "in" und auswendig Gelerntes wird gemieden, weil es anscheinend phantasielos, trocken und altertümlich ist. Besondere Abneigung erfährt der Rosenkranz mit seinen gesprochenen Wiederholungen. Dabei wissen wir alle genau, dass wir uns zum "freien Beten" auch keine Zeit nehmen und wenn wir es einmal versuchen, bekommt der Herrgott nicht selten bruchstückhafte Seelenergüsse zu hören, die wir nicht gerne ein zweites Mal aufwärmen möchten. An einen jungen Menschen "So verrückt das heute vielleicht klingen mag, würde ich doch empfehlen, einmal zu versuchen, einen Rosenkranz zu beten, für Dich allein. Die ruhige, gelassen gesprochene Folge derselben Worte und ein Blick auf die darin angesprochenen Mysterien des Lebens Jesu können, wenn man darin nicht ungeduldig wird und so etwas langsam einzuüben versucht jene eigentliche Stille in einem hervorrufen, in der man vor Gott weilt" Karl Rahner Wozu beten? 1. Der Mensch kommt zur Ruhe und holt sich die Kraft, wieder ja zu sagen zu sich selber. 2. Im Gebet kommen wir wirklich zu den Mitmenschen. Unsere sonstigen Hilfsmöglichkeiten sind begrenzt. Im Gebet aber stärken wir wirklich die Leidenden und Bedrängten durch den , der immer helfen kann. 3. Betend sehen wir weiter. Mit Gott stehen wir anders zur "Angeschlagenheit" der Welt und er gibt Hoffnung für die Völker. 4. Durch das Gebet erreichen wir den Himmel. Wir verlieren nicht unser endgültiges Ziel aus den Augen. Es ist schon in Ordnung, wenn alte Frauen den Rosenkranz noch beten. Es spricht nicht gegen sie, wenn Jüngere dies nicht mehr tun. Eigentlich könnten wir froh sein, wenn es noch Gelegenheiten des gemeinsamen Betens gibt. Und es bringt auch Kinder nicht um, wenn sie zu einem Rosenkranz mitgenommen werden. Denken Sie daran, wenn jetzt die Maiandachten uns dazu einladen. Der
Pfarrer
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