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Mitteilungen


reden - schreiben - tun
(Vom Nutzen oder Leerlauf einer Christengemeinde)


Die fünf Jahre des Pfarrgemeinderates 1995-2000 laufen im Herbst aus. Bei der Pfarrversammlung am 19. März gehen die gewählten Mitglieder auf Tuchfühlung mit den Leuten am Ort. Dabei werden nicht ausführliche Berichte zu hören sein, sondern einige wichtige Anliegen bewußt auf den Tisch gebracht.

Wie verhalten wir uns dabei? Diese Begegnung verschone uns vor Weltuntergangsstimmung auf der einen und vor Beweihräucherung auf der anderen Seite. Im Blickfeld steht die Wirklichkeit der Menschen von heute, die im Glauben Hilfe erfahren und die zunehmende Zahl derer, die damit nicht mehr viel anfangen können. Wie finden wir uns in dieser veränderten Welt zurecht, ohne uns zu verlieren oder ins Unverbindliche abzugleiten? Wo bleiben wir Christen am Ort lebendig?

1. Wir reden bei der Pfarrversammlung vielleicht über den Kirchturm, den Flohmarkt, die Pfarrgemeinderatswahl, über Jugendgruppe und Firmlinge. Das ist alles gut und recht - im Grunde aber sprechen wir über unseren Glauben. Dies möge den Ladenden und Geladenen bewußt sein. Wir brauchen dabei nicht nutzloses Reden und endlose Diskussionen, sondern Gespräche, die öffnen, die ermutigen und bescheiden bleiben. Hoffen wir auf Worte, die bewegen und nicht beleidigen, die aus dem eigenen Innern kommen und helfen.

2. Auf den 19. März hin sollte eine kleine Zeitung erscheinen. Warum schreiben wir? Im Grunde ginge es darum, durch "Nachrichten aus der Pfarrei" eine Pfarrversammlung vorzubereiten, die Menschen einzuladen, nachzudenken und ein bisschen "St. Georgen" in der Hand zu halten. Lesen die Leute überhaupt? Das hängt von ihrer Einstellung ab und davon, wie wir an die Arbeit gehen, welche Themen wir aufgreifen und ob wir sie in einem halbwegs ansprechenden Gesicht zu zeigen imstande sind. Dies scheint nicht leicht zu sein - aber versuchen wollen wir es, denn Bescheid geben gehört auch zur kirchlichen Verantwortung.

3. Kommt das Tun zu kurz? Gemeint wäre hier auch, daß in den letzten fünf Jahren keine großen baulichen Maßnahmen gesetzt worden sind und die sog. Aktivitäten, von denen manche Leute schwärmen, spärlich geblieben sind. Und ich gebe zu, daß einige gute Vorschläge bis heute nicht das Licht der Welt erblickt haben. Aber was ist das Tun? Sicher können wir mehr Glocken in den Turm hängen und es gehört zu unserer Verantwortung, Dienste zu bezahlen und zu schauen, daß wir dafür die finanziellen Mittel aufbringen. Das ist eine Seite des Einsatzes. Aber bringen wir damit mehr Leute zum Glauben und lösen wir so die vielen Probleme der Menschen? Was sollen wir tun? Wir brauchen auch in Zukunft uns alle - in der Pfarre mit den verschiedenen Fähigkeiten - und wir brauchen Leute, die das Gewollte in die Tat umsetzen. Die Pfarrversammlung sollte uns dazu einen "Stoß" geben. Diesen unbequemen, aber notwendigen Fahrplan wünschen wir uns für die kommende Zeit.

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