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Mitteilungen


Licht auf dem Weg - oder Sand im Getriebe?

Eine Geschichte aus Neuguinea erzählt:
"Ein Mann hat sich des Nachts im Walde verirrt. Seine Lampe ist erloschen. Plötzlich steht er an einer Felswand und kann nicht mehr weiter. Er betet: Herr, räume doch durch ein Erdbeben den Stein weg, damit ich weiter kann. Alles ist still. Dafür geschieht jedoch etwas anderes: Der Mond geht auf, und auf einmal sieht der Wanderer die Welt in einem neuen Licht. Der Stein ist nicht aus dem Weg geräumt, aber jetzt findet er den Weg trotz des Steines."
So ist das auch mit der Gabe des Heiligen Geistes. Vielleicht wird uns der kranke Fuß nicht geheilt. Vielleicht wird uns irgendein Sorgenstein nicht aus dem Wege geräumt. Aber der Heilige Geist ist ein Licht auf unserem Weg, das uns nach Hause bringt trotz unserer Hindernisse.
(Aus der Kleinschrift "Der unsere Zeit in Händen hält" Christphorus-Verlag)

Firmhelferinnen kommen in diesen Wochen mit Sr. Maria Pia zusammen und bereiten sich auf die Firmrunden vor. Regelmäßig treffen sie sich in Kleingruppen mit Mädchen und Buben der ersten Mittelschulklassen. Wozu geschieht eigentlich diese Arbeit? Es geht im Grunde nicht um Zeitaufwand, gefüllte Mappen, regelmäßige Marenden, auffallende Feste und ausfallende Geschenke, sondern um die entscheidende Frage: Was braucht der Mensch, und erst recht ein Heranwachsender auf seinem Lebensweg? Die Antwort gibt uns die obige Geschichte: Wir können ohne Gott, ohne das Licht, nicht den Weg finden. Aber sind wir davon wirklich überzeugt, daß wir den Heiligen Geist brauchen ... daß uns seine Kraft auf die Beine hilft und sein Trost von Schwermut befreit? Dann bräuchten wir nicht immer wieder "gestoßen" zu werden, sondern wir wären ein Anstoß für die Mitmenschen, dann brächte unser Beispiel "Leben in die Bude" und nicht langweilige Alltagsgesichter. Luftballone, die kurzfristig mit ein bißchen frommen Getue aufgeblasen und im nächsten Augenblick zerplatzen, machen zwar einen lauten Knall, aber dann ist die Geschichte auch schon erledigt.

Wenn dieser Heilige Geist wirklich eine so entscheidende Lebenshilfe ist - dann stünde als erster Punkt auf der Tagesordnung: Bitten. Ehrlich gefragt: Wie oft tust du das als Firmling, als Firmhelferin, als Vater und Mutter - wie sieht sich die Pfarrgemeinde da in die Pflicht genommen?
Ohne Gebet kommt das Licht nicht - wenn wir den Heiligen Geist nicht "einladen", dann weiß er nicht, wie er mit uns dran ist. Sich "im oberen Stock" persönlich zu melden, stünde uns allen an -

meint der Pfarrer.

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