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Nur - so selbstverständlich wird es nicht weitergehen. Es könnte auch einmal das eintreten, was um uns herum bereits grauer Alltag geworden ist: Arbeit nicht mehr für alle, Obst, das im Magazin bleibt, Feriengäste, die nur mehr durchfahren oder -fliegen, Politiker, die "Nein" sagen müssen und öffentliche Strukturen, die nicht mehr zu bezahlen sind... Wir wünschen
uns gewiß nicht, daß dies eintritt und wollen auch nicht zu
denen gehören, die vom Jammern leben, aber den Blick für die
Wirklichkeit gilt es zu bewahren. Und damit wechseln wir über zum
kirchlichen Bereich. Da tut es auch gut, sich nicht mit Weihrauchwolken
zu umgeben, sondern bewußt die Veränderungen wahrzunehmen und
sich auf die Zukunft einzustellen. 1. Obermais wird weiterhin Pfarre bleiben, aber in zehn Jahren keinen Pfarrer mehr haben. Bei den weiblichen Orden schaut die Lage nicht anders aus. In Meran schrumpft die Zahl der Geistlichen mindestens auf die Hälfte zusammen und die noch tätig sind, werden die Seelsorge für Deutsche und Italiener übernehmen müssen. Für St. Georgen stellt sich die Frage, wer die Pfarre hauptverantwortlich leiten wird: Ein Priester aus dem Ausland, ein Diakon, ein/e Pastoralassistent oder -assistentin? Pfarrgemeinderat und kleine Gruppen in der Pfarrei werden mehr Aufgaben übernehmen 2. Für die Unterweisung im Glauben wird sich die Pfarre selbst kümmern müssen - in der Schule gibt es nur mehr (wenn überhaupt noch) Religionskunde. Erstkommunionen und Firmungen von Schulklassen gehören der Vergangenheit an. 3. Die viele Jahrzehnte zu kleine Kirche St. Georgen ist auf einmal groß genug. Es wird eine Sonntagsmesse geben und an den großen Festtagen kommen die Meraner Christen in St. Nikolaus zusammen. Das finanzielle Mittragen wird noch mehr erforderlich sein. Das sollen beileibe keine trüben Nachrichten zu Neujahr sein, sondern Anstoß geben zum persönlichen Nachdenken. Die Gelegenheit, sich mit den Anliegen der Pfarrgemeinde auseinanderzusetzen, bringt die Pfarrversammlung
und die Pfarrgemeinderatswahl am 19. November 2000. Die Firmung feiern wir am 09. April und die Erstkommunion am 30. April. Im Vertrauen darauf, daß Gott mit uns auch durch die kommende Zeit geht und mit der Bitte, in der Pfarre weiterhin mitzuarbeiten, wünschen P. Karl, Seelsorgehelferin, Pfarrer und Pfarrgemeinderat ein gutes Jahr 2000. |
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