Zwischen der Talfer im Westen, den Sarntaler Alpen im Norden und dem Eisack im Osten erhebt sich auf einer Höhe von 1000 - 1300 m der Ritten. Der ,,gemütliche Ferienberg", wie der Ritten von seinen Gästen oft genannt wird, ist in der Tat wie geschaffen zum Urlaubmachen. Die Gründe dafür sind viele. Da ist einmal das milde, ausgeglichene Klima: Während der Ritten im Winter dank seiner sonnigen Lage verhältnismäßig hohe Temperaturen aufweist, bleibt er im Sommer dank seiner Höhenlage von der im unteren Etsch- und Eisacktal herrschenden Hitze verschont. Dabei ist die Natur hier so vielfältig und abwechslungsreich wie kaum anderswo. Sie reicht von der submediterranen Vegetation an den warmen Porphyrhängen über saftige Wiesen sowie Buchen- und Fichtenwälder bis hin zur alpinen Vegetation mit Legföhren und Zirben. Hier Jahrhunderte alte Edelkastanien und traditionsreicher Weinbau (bis zur Tausend-Meter-Grenze!), dort Alpenrose und, Hochalm -auf dem Ritten kann der Naturfreund immer wieder Abwechslung und Uberraschung erleben. Durch diese herrliche Landschaft führen zahllose Spazier- und Wanderwege für jeden Geschmack. Wie denn der Ritten überhaupt mit seiner weiten Hochfläche ein echtes Wanderparadies ist, das erlebnisreiche Rundwanderungen ermöglicht und vor allem den ganz jungen sowie den älteren Gästen eine Vielzahl an leichten, ebenen Spaziergängen und Wanderungen bietet. Ob kurzer Spaziergang oder anstrengende Bergtour -überall genießt der Urlauber auf dem gemütlichen Ferienberg eine Aussicht die einzigartig ist. Auf unserem Hochplateau versperrt kein Gipfel die Sicht, und so schweift der Rundblick von den eisbedeckten Riesen der Zentralalpen hin zu den bizarren Felstürmen der Dolomiten und weiter zu den nahen Sarntaler Alpen. Wen wundert es da bei all dieser Naturschönheit, daß sich die Bozner Patrizier den Ritten schon seit alters her zu ihrer ,,Sommerfrische" erkoren haben, d.h. zu dem Ort, wo sie mit ihren Familien im eigenen Landhaus oder einquartiert auf einem der stattlichen Bauernhöfen die Sommermonate verbringen?
Rittner ErdpyramidenUnd weil wir gerade von Naturschönheiten sprechen. Eine allerersten Ranges sind die in der ganzen Welt berühmten Rittner Erdpyramiden
Doch nun kurz einige Namen und Zahlen über Ihr Urlaubsgebiet: Der Ritten und die gleichnamige Gemeinde - eine der ausgedehntesten Südtirols - umfaßt eine Fläche von 111 km2 und zählt über 5.000 Einwohner. Sitz der Gemeindeverwaltung ist Klobenstein (1156 m), dessen schönster Schmuck die zum großen Teil bis auf das 17. Jahrhundert zurückgehenden Sommerfrisch häuser sind. Klobenstein ist auch Sitz des Verkehrsamtes, der Forstverwaltung, des Gemeindearztes und der Apotheke. Von hier führt eine Straße über Lengmoos (1164 m), Maria Saal (1185 m) und Mittelberg (1131 m) nach Lengstein (972 m). Eine weitere Straße geht über Oberinn (1300 m) bis nach Wangen (l08l m), von wo aus eine neue Fahrstraße ins Sarntal hinunterführt. Eine dritte Straße führt bis Pemmern (1530 m) und erschließt das RittnerhornWander- und Skigebiet des Rittner Horns (2260 m, Schutzhäuser), einem der schönsten Aussichtsberge in ganz Tirol. Bevor man jedoch auf der breiten Autostraße (max. Steigung 7%), die im Bozner Vorort Rentsch von der Brenner-Staatsstraße abzweigt und herrliche Fernsicht vor allem auf Rosengarten und Schlern gewährt, nach 12 km Fahrt Klobenstein erreicht, kommt man am schönen Bergdorf Unterinn (904 m) vorbei und erreicht bald darauf eine Abzweigung. Eine Autostraße führt am Ferienort Wolfsgruben (1206 m) mit dem gleichnamigen, schöngelegenen See (Badeanstalt) vorbei nach Oberbozen (1220 m) und Maria Himmelfahrt (1176 m) mit zahlreichen anmutigen Sommerfrischhäusern alter Bozner Patriziergeschlechter.
In Oberbozen steht die Bergstation der Seilbahn - mit einer Strecke von 5 km -, die in 11 Minuten Fahrt den Ritten direkt mit Bozen verbindet. Bis 1966 wurde diese Verbindung von einer 1907 erbauten Zahnradbahn hergestellt. Diese ,,Bummelbahn" verkehrt heute noch auf der Strecke Maria Himmelfahrt-Klobenstein - eine Fahrt in ihren holzverkleideten Wagen versetzt in die ,,gute alte Zeit" zurück und ist ein kleines Erlebnis für sich, das kein Tourist versäumen sollte! Karte
Der Ritten ist ein uraltes Siedlungsgebiet, dessen Geschichte bis zurück in die jüngere Steinzeit (3000-2000 v. Chr.) reicht. Schon die geographische Lage des Rittens legt dies nahe, daß die ersten "Rittner" aus dem Süden kamen.
Zur Zeit der Unterwerfung durch die Römer (15 v. Chr.) muß der Ritten schon ziemlich dicht besiedelt gewesen sein. Mit der Römerherrschaft gelangte der Ritten zu besonderer geschichtlichen Bedeutung, da der wichtigste Weg, der den Norden mit dem Süden verband, über den Ritten führte. 
Nach den Stürmen des Frühmittelalters gelangte der Ritten auf den Höhepunkt seiner geschichtlichen Bedeutung, und zwar verdankt er dies der bereits erwähnten Römerstraße, die das ganze Mittelalter hindurch über den Ritten führte und auch als Kaiserstraße bezeichnet wird. Angefangen von Otto I. (936-937) bis Konradin, dem letzten Staufer, sind nicht weniger als 66mal deutsche Kaiser mit ihren Ritterheeren über den Ritten gezogen, wenn sie sich entweder zur Kaiserkrönung nach Rom oder wegen kriegerischer Händel nach Italien begeben haben.
Am Scheitelpunkt dieses Rittnerweges wurde 1210 das Hospital zu Lengmoos errichtet und mit dem nötigen Grundbesitz und Einkommen ausgestattet. Friedrich von Wangen, Bischof von Trient, schenkte 1211 dem Hospital zu Lengmoos die Pfarre Kirche LengmoosRitten. Weil sich aber so kleine, selbständige Kommunitäten auf die Dauer nicht halten konnten, trat Ritter Bernhard von Lengmoos dem damals aufblühenden Deutschen Ritterorden bei. 
Mit dem Untergang der Hohenstaufen verlor der Brennerweg an politischer Bedeutung, gewann aber zusehends als Handelsstraße, und brachte dem Ritten einen gewaltigen wirtschaftlichen Aufschwung.
Schon zu Beginn des 14. Jahrhunderts ließ man zwischen Bozen und Waidbruck einen Saumweg anlegen, welcher im Jahre 1529 unter Erzherzog Ferdinand zur Wagenstraße erweitert wurde. Damit hatte auch der Weg über den Ritten an Bedeutung verloren. Reste des mittelalterlichen Weges sind noch zwischen Lengmoos und Mittelberg zu sehen.


Wolfsgruben

Der Ritten ist flächenmäßig mit 111 qkm eine der größten Gemeinden Südtirols und dehnt sich mit ihren 15 Fraktionen nicht nur über den ganzen Höhenrücken zwischen Talfer und Eisack hin aus, sondern reicht auch hinab bis in den Talgrund dieser beiden Flüsse (Atzwang, Runkelstein) und nach Norden bis in die Mittelgebirgsterrassen oberhalb Waidbruck.
Das Gemeindegebeiet umfaßt die Fraktionen Klobenstein-Lengmoos, Oberbozen-Himmelfahrt und Wolfsgruben-Lichtenstern, Unterinn, Signat, Lengstein, Maria Saal-Mittelberg, Siffian und Oberinn, Gißmann, Wangen, Sill, Leitach-Unterplatten, Atzwang und Rotwand .


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