Die Zeit bis zum Ende des 2. Weltkriegs
Erst im Gemeindeblatt vom 25. Jänner 1920 ist wieder die Einladung zu einem am 1. Februar 1920 im Gasthaus "Zum Rößl" in Girlan stattfindenden Feuerwehrball enthalten. Nicht viel später, nämlich am 9. Mai 1920, wurden "sämtliche Mitglieder der Freiw. Feuerwehr Girlan ersucht, Sonntag, den 9. Mai, mittags 12 Uhr (alte Zeit) zur Schlußübung pünktlich zu erscheinen. Die der Ortszeit um 1 Stunde vorausgehende Sommerzeit war am 1.5.1916 eingeführt worden. Gleichzeitig wird eine photographische Aufnahme stattfinden, die jedem Mitglied gewiß als Erinnerung sehr erwünscht ist." Den ersten größeren Einsatz nach dem Krieg 14-18 gab es, als in den ersten Augusttagen des Jahres 1920 der Stadel des Klotzhauses im Paulsner Unterdorf abbrannte. Auch hier in den eng aneinandergebauten Häusern, wo höchste Feuergefahr für die Nachbargebäude bestand, zeichneten sich neben den Wehren von St. Pauls und St. Michael auch jene von Girlan durch ihr rasches und wirkungsvolles Eingreifen aus, was der Herr Josef Klotz und dessen Nachbar Peter Kager im Gemeindeblatt vom 8. August 1920 mit bestem Dank bestätigten. Für Sonntag, den 12. Dezember 1920, waren die Mitglieder der Girlaner Feuerwehr bereits zur 1. Nachkriegs-Vollversammlung eingeladen worden, die dann auch mit Beginn um 12 Uhr im Gasthaus "Zum Hirschen" stattfand. Auf der Tagesordnung standen die Punkte Rechenschaftsbericht, Neuwahl, Aufnahme neuer Mitglieder und Allfälliges. Dabei wurden laut Gemeindeblatt vom 19. Dezember 1920 "folgende Chargen wiedergewählt, bzw. Änderungen getroffen: Hauptmann: Warasin Christian, Hauptmannstellvertreter: Brigl Wilhelm jun., Schriftwart: Tschöll Siegfried, Steigerkommandant: Schwarzer Josef, Steigerkommandantstellvertreter: Lantschner Franz, Steiger-rottenführer: Romen David, Schlauchkommandant: Werth Martin, Schlauch-kommandantstellvertreter: Ortler Andreas, Schlauchrottenführer: Niedermayr. Weiter teilt das Kommando mit, daß 9 Mitglieder neu aufgenommen wurden und daß der Verein zu diesem Zeitpunkt 83 Mitglieder zählt. Aus dem Jahre 1921 sind Einsätze der Girlaner Feuerwehr bei einem Stadelbrand in Rungg, Besitz des Josef Niedrist, am 31. August und bei einem großen Waldbrand an den Hängen des Mendelgebirges Ende November bekannt. Für die Zeit von 1897 bis zum 29.8.1945 gibt es keinerlei Nachrichten in Protokollen oder sonstigen vereinsinternen Aufzeichnungen. Niemand kann sich erklären, wohin diese Schriftstücke verschwunden sind. Da nun aber die italienische Regierung am 9. Juni 1925 alle Freiwilligen Feuerwehren aufgelöst hatte, ist es wohl denkbar, daß diese Dokumente irgendwo versteckt wurden und danach nicht mehr aufgetaucht sind. |
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