FACHWÖRTERLEXIKON FÜR FEUERWEHRLEUTE
UND SOLCHE, DIE ES WERDEN WOLLEN
Beleuchtungsgeräte:
Kommen zum Einsatz, wenn die natürliche Leuchtkraft
des zu bekämpfenden Feuers infolge der Löscharbeiten nachgelassen hat.
Brand:
1. Umgangssprachlich für morgendlichen Durst nach
Feuerwehr-Vorstandssitzungen.
2. Chemische Reaktion. Verbindung eines Stoffes mit Sauerstoff
unter Wärmeentwicklung, vielfach auch Flammenbildung.
3. Existenzberechtigung der Feuerwehr.
Brandherd:
Neben Gasherden, Elektroherden, Kohlenherden, Scharfherden,
Mikrowellenherden und Dampfherden nutzt die Feuerwehr auch Brandherde.
Die Schaulustigen:
Wichtige Mitarbeiter von Freiwilligen und
Berufsfeuerwehren, die dazu dienen, die Löscharbeit zu behindern. Ohne die Schaulustigen
hätten die Feuerwehrleute meist niemanden, der ihnen im Weg steht und durch Besserwisserei
auf die Nerven geht.
Falscher Alarm:
Auch als Unfugalarmierung bezeichnet. Wird
häufig von böswilligen Dummköpfen oder auch Betrunkenen praktiziert. Die fachgerechte
Auslösung eines falschen Alarms nur dann Erfolg, wenn die Glasscheibe des Feuermelders
eingeschlagen wird, ohne dass ein Brandfall vorliegt. Am besten eignet sich hierfür
ein Werkzeug oder der Ellenbogen, auf keinen Fall aber die verletzbare Faust!
Feuerwehr:
Vereinigung feuriger Frauen und Männer, die Tag
und Nacht im Einsatz sind. Unter Zuhilfenahme wasserhaltiger Substanzen allzeit
bereit, ihre eigene Existenzberechtigung zunichte zu machen.
Freiwillige Feuerwehr:
Abgekürzt FF. Von Pfarrer Sebastian Kneipp
entwickelte Wasserkur zur freiwilligen Selbsttherapie von Pyromanen.
Deckenbrand:
Gefürchtete Brandart an Badestränden, die gemeinhin
durch zu starke Sonneneinwirkung auf die als Unterlage benutzten Decken entstehen.
Als Hauptursache wird in vielen Brandprotokollen eine leichtfertige Aufsichtspflichtverletzung
der Deckeninhaber oder die unsachgemäße Verwendung leichtentzündlicher Sonnenöle
genannt.
Deutscher Feuerwehr Verband:
Im deutschen Sprachraum gebräuchlichste Art
der Wundversorgung verletzter Feuerwehrmänner und -frauen.
Lauffeuer:
Wie ein Lauffeuer verbreitet sich nicht selten die
Nachricht, dass die Nachbarin eine neue Frisur, ein neues Kleid oder gar einen
neuen Mann hat. Gegen diese Art Feuer ist die Feuerwehr bislang noch machtlos.
Nennausladung:
Gegenteil: Nenneinladung. Ausladung von Feuerwehrballgästen,
bei der die Ausgeladenen namentlich genannt werden.
Oberfeuerwehrmann:
Höherer Dienstgrad, der die Verpflichtung
beinhaltet, bei feuerwehrlichen Festivitäten als Kellner zu fungieren.
Piepser:
Funkmelder. Von leidgeplagten Ehegattinnen der tapferen
Feuerwehrmänner, auch liebevoll "interruptus" genannt, da der Piepser immer wieder
daran erinnert, dass die Löschpflichten der Feuerwehr absoluten Vorrang vor allen
anderen Pflichten haben.
Theatersicherheitswache:
Unterabteilung der Zensurbehörde.
Weinbrand:
Brand des hochentzündlichen Stoffes "Wein". Kommt
häufig in Branntweinbrennerein vor. Unter Köchen als "Flambieren" bekannt.