CHRONIK

Gedicht zur Gründung der F. F. Eyrs im Jahre 1922

Grüß Gott mit diesem schönen Tirolergruß
heiße ich im Namen der Feuerwehr alle herzlich lieb willkommen.
Die ihr zu deren Gründungsfest von Nah und Fern seit gekommen.
Gott grüßt euch liebe, traute Gäste,
bitte nehmet verlieb mit dem was wir euch heute bieten, das Dörflein hat getan das Beste.
Mit Musik und Böllerknall wurde heute der Festtag eingeleitet,
darauf mit Kirchenzug , Festgottesdienst, Gott unseren Herrn die höchste Ehre bereitet.
Damit der Spender seiner Segen unserer neuen Feuerwehr,
damit selbes Wohl gedeih ihm zur Ehr und dem Nächsten zur Wehr.

Mit Jubel sind wir zum Festplatz hergezogen,
oh welche Freud zu sehn so viele Gäste,
ja wer ist wohl jener, der der Feuerwehr nicht ist bewogen,
wo ist zu finden jener brave Mann
von dem man die Wahrheit sagen kann
der oft schon freiwillig Leib und Leben
für den nächsten hingegeben.

Horch die große Glocke schlägt an, was ist, oh Gott es brennt.
Alles jammert und wie man durcheinanderrennt,
fürchterlich schon die Flamme prasselt,
doch horch die Feuerwehr mit der Spitze im Sturme durch die Straße rasselt.
Zielbewußt die Komander erschallen und alle ihres Amtes walten.
Da ertönt einer Mutter verzweifelt die Stimme, oh Himmel hilf,
oben im dritten Stock ist noch mein Kind.
Alles jammert jedoch niemand sich wagt, niemand sich traut,
der brave Steiger aber nicht die Flamme scheut,
er steigt hinauf mit sicherer Hand bringt das gerettete Kind herab
und legt es in den glücklichen Mutter Schoß.
Alles ruft, hoch lebe der brave Mann, seine Tat ist groß,
jedoch er sagt bescheiden, ich hab getan nur meine Pflicht
und verlang dafür Geld und Ehre nicht.

Werte Gönner und werte Gäste,
ich seh in euren Antlitz daß ihr gerne weilet hier bei unserem Feste.
Der heilige Florian unser Schutzpatron behüte alle unsere Brüder.
Bewahre sie vor Unglück und sende Gottes Segen auf unserer Feuerwehr nieder.
Erfreut euch nun heut an den schönen Musikweisen,
an den Tiroler Volksgesang und an den Glückstopf mit den Gewünschten zu reichen.
Hoch leben alle Zeit die Feuerwehr,
Gott zu Ehr und dem Nächsten zur Wehr.

Dieses Gedicht sagte Frau Zangerle Rosa bei der Gründung der F.F. Eyrs 1922, damals im Alter von 16 Jahren, auf. Es wurde von einer gewissen "Frau Lehrerin Marchetti" geschrieben. Frau Zangerle Rosa lernte das Gedicht in drei Tagen und wußte es nach 75 Jahren immer noch auswendig.

 

Die Freiwillige Feuerwehr Eyrs wurde im Jahre 1922 gegründet.