Giftgasaustritt
bei der MEMC am 26.04.1998
Um
ungefähr 20 Uhr 30 wurden die Burgstaller Wehrmänner
durch das Auslösen der Pieper und der Sierne alarmiert.
Die Durchsage lautete: Giftgasaustritt bei der Firma
MEMC in Sinich.
Kurze Zeit später trafen sämtlich Feuerwehrmänner in
der Halle ein. Viele von ihnen waren bereits in der
Halle da einige Nachbarsfeuerwehr auch durch die Sierne
alarmiert wurden und die Kameraden diese gehört hatten.
Als erstes rückten der RW1 und der TLF mit jeweils 3
Mann Besatzung aus. Wenig später rückte der MTF aus
mit 8 Mann Besatzung. Am Unfallort waren bereits sämtlich
Nachbarfeuerwehren ( Marling, Meran, Freiberg, Untermais,
Obermais, Gratsch, Algund, Lana und die Berufsfeuerwehr
aus Bozen ). Sofort wurden 3 Mann mit Atemschutz ausgerüstet.
Der restlich Trupp fuhr, nachdem das Gas sich ausbreitet
Richtung Süden um Vergiftungen zu vermeiden. (Es handelte
sich um das Gas Trichlorsilan das als sehr giftig bezeichnet
wird) Dort wurde auf weitere Befehle gewartet. Eine
Abteilung war beschäftigt die Bewohner von Burgstall
zu informiern, daß sie sich ins Haus begeben sollen
und sämtliche Türen und Fenster schließen sollten es
jedoch kein Grund zur Panik bestehen würde. Um ca. 23
Uhr wurde Zivilschutzalarm gegeben.
Als sich die Wolke weiter ausbreitet wurden die Wehrmänner
erneut zurückgezogen und es wurde in der Halle auf weitere
Befehle gewartet bis um ca. 1 Uhr nachts Entwahrnung
gegeben wurde.
Sämtliche Wehrmänner die im Einsatz waren bekamen die
Anweißung ins Krankenhaus zu gehen und sich einer Untersuchung
zu unterziehen.
Im Einsatz waren für ca. 4 Stunden 120 Wehrmänner, mehrer
Rettungssanitäter, einige Ärzte und mehrere Polizisten.
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