Einsatzberichte 2001
Einsatz 14:
 

2.10 Tödlicher Verkehrsunfall auf der Mebo

Am 2.10 um 0.30 Uhr wurden die Wehrmänner durch das Auslösen der Piepser alarmiert. Die Durchsage lautete: Verkehrsunfall auf der Mebo mit eingeklemmter Person.
Kurze Zeit später rückten 3 Mann mit dem Rüst aus.
Sie begaben sich auf die Nordspur der Schnellstraße um dann bei der nächsten Ausfahrt umzudrehen und zum Unfallort zu gelangen. Jedoch also sie auf der Höhe des Einsatzortes eintrafen sahen sie das es keinen Sinn machte umzudrehen und auf die Südspur einzufahren da es an der Unfallstelle zuwenig Platz gab. Deshalb entschied man sich auf der Norstpur zu bleiben und das Geräte zur unfallstelle über die Mittelleitschiene zu tragen. Am unfallort waren bereits 2 RTWs und ein NEF des Weißen Kreuzes die die Versogrung der Patienten durchführten.
Die Männer rüsteten sich sofort mit hydraulischen Scheren und Spreitzern aus um die eingeklemmte Person zu bergen. Da der Notarzt leider nur mehr den Tod des Verletzten feststellen konnte hatten die Männer nur mehr die traurige Aufgabe den toten Körper aus dem vollig zerstörten Auto zu bergen. Diese Arbeit nahm immerhin noch 20 Minuten in Anspruch. In der zwischen Zeit trafen am Unfallort auch der TLF und der MTF ein. Die Männer im MTF übernahmen die Sperrung der Schnellstraße.
Im Einsatz waren für ca. 2 Stunden (Aufräumungsarbeiten) insgesamt 15 Wehrmänner.

Dolomiten Artikel:
Der Auffahrunfall ereignete sich um 0.15 Uhr genau an der MeBo-Einfahrt. Lahoussine Ahandour fuhr mit seinem Opel Corsa in die Schnellstraße ein, als er vom Opel Astra des aus Richtung Marling kommenden L.H. (22) seitlich erfasst wurde. Das Auto des Marokkaners wurde durch die Wucht des Zusammenpralls 30 Meter weitergeschoben.

Als das Weiße Kreuz Lana und der Notarzt aus Meran am Unfallort eintrafen, konnten die Retter nur noch den Tod von Ahandour feststellten. Der Marokkaner war im Fahrzeugwrack eingeklemmt; die Burgstaller Feuerwehr befreite den Leichnam mit Schneidegeräten aus dem Auto. Der in Seis wohnhaft gewesene Mann arbeitete als Pizzabäcker und Koch; er hatte bis Ende August in Meran gelebt.

Der 22-jährige L.H. aus Algund trug bei dem Unfall nur leichte Verletzungen davon; das Meraner Rote Kreuz brachte ihn mit Schnittwunden im Gesicht ins Krankenhaus. Die Ermittlungen zur Klärung der Unfallursache führt die Meraner Straßenpolizei durch; L.H. soll laut Angaben der Polizei mit hoher Geschwindigkeit sowie angetrunken (1,7 Promille) unterwegs gewesen sein.

Wegen der Bergungs- und Aufräumarbeiten blieb die MeBo bis etwa 2 Uhr gesperrt. Die Einfahrt auf der Höhe Sinichs ist zur Zeit besonders unübersichtlich: Wegen Bauarbeiten sind die Fahrspuren verengt worden. Eine eigene Beschleunigungsspur zum Einfahren gibt es praktisch nicht.

Bilder aus DOLOMITEN und ALTO ADIGE: