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B) Maßnahmen bei langer Verschüttungdauer
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RASCHE ORTUNG, SANFTE BERGUNG! Achtung auf eine Atemhöhle! Behandlung der Unterkühlung! |
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| Der Zeitraum zwischen dem Ausgraben eines Lawinenopfers aus den Schneemassen und dessen Aufnahme in ein Krankenhaus (Bergungsphase) stellt für den Verschütteten ein erhöhtes Risiko dar (6,7,8,9). Alle Erste - Hilfe - Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, den Sekundärtod von lebend geborgenen Verschütteten zu vermeiden. Ist ein vermisstes Lawinenopfer noch nicht geborgen oder sind mehrere Personen vermisst, wird durch die Rettungsmannschaft ein windgeschütztes Depot außerhalb des Lawinenkegels mit Patientensammelstelle (Triagestation) eingerichtet. Gelingt den Rettungsmannschaften die Ortung eines oder mehrerer Verschütteten, so wird der Notarzt sofort alarmiert, damit er zum Zeitpunkt der Bergung die für Therapie und Triage entscheidenden drei Befunde (Atemhöhle, Atemwege, Vitalfunktionen) erheben kann. Sobald ein Verschütteter durch elektronische Ortung, Suchhund oder Sondieren geortet ist, muss dieser Punkt gekennzeichnet und die Sonde zur Markierung im Schnee stecken gelassen werden. Während des Ausgrabens muss auf die Erhaltung einer eventuell vorhandenen Atemhöhle und das Freihalten der Atemwege besonders geachtet werden. Deshalb darf nicht senkrecht nach unten, sondern es muss immer von der tiefer liegenden Seite schräg in Richtung der verschütteten Person gegraben werden. Weil mit einer Unterkühlung zu rechnen ist, müssen die Verschütteten nicht so rasch, sondern so sanft wie möglich geborgen werden. Der Körper des Verschütteten muss zur Gänze ausgegraben sein, bevor er ohne große Bewegungen geborgen wird. Sind Bewegungen des Rumpfes und der großen Gelenke für die Bergung und Lagerung notwendig, so müssen sie so langsam wie möglich durchgeführt werden. Eine unsachgemäße Bergung mit großen Körperbewegungen kann durch die Zufuhr von kaltem Blut aus der Peripherie zum Herzen den plötzlichen Herzkreislaufstillstand verursachen. Zahlreiche Fälle des so genannten "Bergungstodes sind auf diesen Mechanismus zurückzuführen. Nach der Befreiung des Lawinenopfers aus der Lawine spielt die Gefahr der weiteren Abkühlung eine wesentliche Rolle, besonders bei kalten Außentemperaturen und Wind. |
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