Bewerbe
1. und 2. Platz für die Bewerbsgruppe der Kastelruther Feuerwehr in Vorarlberg (Österreich) - 2001
Seit nun mehr als zehn Jahren nimmt eine Wettkampfgruppe der Feuerwehr Kastelruth an den Feuerwehrleistungsbewerben im In- und Ausland teil. Auch heuer wurde wieder an solchen Bewerben teilgenommen. Im heurigen Jahr wurde eine stark verjüngte Mannschaft zusammengestellt, da einige "altgediente Wettkämpfer" aus zeitlichen Gründen nicht mehr für das Training und den Wettbewerb zur Verfügung standen. Die Mannschaft bestand heuer aus 3 Wehrmänner, die zum ersten Mal dabei waren und 3 die erst im vorigen Jahr zur Gruppe gestoßen waren, während die restlichen 3 bereits mehrere Male an den Bewerben teilgenommen haben. Aufgrund dieser Besetzung wurde heuer beschlossen, nur am Leistungsbewerb in der Kategorie Bronze (jeder Mann weiß vorher schon, was er beim Löschangriff machen muß) teilzunehmen. Das angepeilte Ziel war das Erlangen des Abzeichen in Bronze. Um dies zu schaffen, mußten vom Gesamtguthaben von 500 Punkten am Ende des Bewerbes (Löschangriff und Staffellauf) noch 300 Punkte übrig sein.
Ein weiteres Handicap waren heuer die Trainingsplätze für die Wettkampfgruppe. Während man in den vorangegangenen Jahren immer in der Wiese unterhalb der Mittelschule trainieren konnte, war dies heuer nicht mehr möglich, da an dieser Stelle der Sportplatz errichtet wurde. Somit mußte man das Training auf den Pausenplatz der Mittelschule bzw. auf den Festplatz des Kastelruther Spatzenfestes verlegen. Die Trainingsbedinungen waren somit sehr schlecht, da man einerseits auf einem Teerplatz und anderseits auf einem unebenen hartgetretenen Festplatz trainieren mußte. Die schwierigen Trainingsbedingungen konnten jedoch die Moral der Gruppe nicht beeinträchtigen, im Gegenteil, wider erwarten machte die Gruppe sehr gute Fortschritte
v.l.n.r. (unten): Trocker Daniel, Fill Markus, Rauch Markus, Fill Matthias;
v.l.n.r. (oben): Fill Roland, Tirler David, Trocker Arnold, Jaider Oswald, Wanker Josef;
während des Trainings.
Die Gruppe nahm an zwei Wettbewerben teil, einen in Südtirol und einen in Vorarlberg, Österreich. Der Wettbewerb in Südtirol wurde nur als Vorbereitungsbewerb angesehen, damit die Neulinge vor dem Bewerb in Österreich auch einmal die Bewerbsluft schnuppern konnten. Die erzielten Ergebnisse waren dort auch nur mäßiger Durchschnitt.
In Vorarlberg wurde es dann ernst. Jeder hatte vor dem Antreten dann doch ein wenig Lampenfieber, bei einigen war sehr große Nervosität zu spüren. Man konnte in Vorarlberg an zwei Bewerben teilnehmen. Einmal am Vorarlberger Leistungsbewerb und einmal am Leistungsbewerb für das Bundesabzeichen. Am Vormittag unter großer Hitze wurde der Bewerb für das Vorarlberger Leistungsabzeichen absolviert. Löschangriff und Staffellauf waren zu bewältigen. Der Löschangriff konnte recht gut abgeschlossen werden, außer einige Konzentrationsfehlern, die der Gruppe 20 Schlechtpunkte einbrachten. Am Nachmittag unter strömenden Regen trat man dann zum Bewerb für das Bundesabzeichen an. Die Gruppe war die letzte. Links und rechts wurde bereits zusammengeräumt. Vielleicht lief es bei diesem Bewerb deshalb so gut. Man konnte den Löschangriff schnell und auch fehlerfrei bewältigen.
Freudig über die gelungene Vorstellung und den sicheren Erhalt der zwei Abzeichen ging man zur Preisverteilung. Dort erwartete die Gruppe dann die ganz große Überraschung. Beim Vorarlberger Leistungsbewerb konnte man den zweiten Platz erreichen. Während die Wehrmänner noch im Freudentaumel über den geglückten zweiten Platz jubelten, verkündete der Platzsprecher, daß die Kastelruther weiters auch den ersten Platz im Leistungsbewerb für das Bundesabzeichen errungen hatten. Nun kannte der Jubel keine Grenzen mehr und es wurde bis in die späten Abendstunden hinein gefeiert.
Aufgrund dieser Ergebnisse kann man sicher sein, daß sich auch das nächste Jahr wieder 9 Feuerwehrmänner zusammenfinden werden, um an den Leistungsbewerben teilzunehmen.