BEZIRKSKAPELLE
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2005
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GEMEINSCHAFTSKONZERT
Verband Südtiroler Musikkapellen - Südtiroler Sängerbund
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Konzert für Chor und Blasorchester
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Freitag,
10. Juni +
Samstag
11. Juni 2005
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Im Bürger- und Rathaus in Naturns und
im Auditorium von Bozen
fanden die Konzerte der Bezirkskapelle Bozen und des Auswahlchores des
Südtiroler Sängerbundes statt. mit dem Motto: "AUS DER
WELT DER OPER"
Der Bezirksausschuss bedankt sich herzlich
bei allen Teilnehmern für die Mitwirkung an diesem Projekt.
PROGRAMM:
I. TEIL
1) Vincenzo Bellini: Ouvertüre zur Oper „Romeo und Julia“
(1801-1835) Arr.: Georg Czerner
2) Richard Wagner: „Elsas Zug zum Münster“ aus „Lohengrin“
(1813-1883) Arr.: Lucien Cailliet
3) Pjotr Iljitsch Tschaikowsky: „Polonaise“ aus „Eugen Onegin“
(1840-1893) Arr.: Jindrich Pravecek
4) Giuseppe Verdi: „Hymne und Triumphmarsch“ aus „Aida“
(1813-1901) Arr.: Max Villinger
Leitung: Gottfried Veit
II. TEIL
1) Friedrich Flotow: Ouvertüre zur Oper „Martha“
(1812-1883) Arr.: Max Hempel
2) Bedrich Smetana: „Chor der Landleute“ aus „Die verkaufte Braut“
(1824-1884) Arr.: Norbert Studnitzky/Iginius Ferrari
3) Richard Wagner: „Vorspiel zum 3. Akt und Brautchor“ aus „Lohengrin“
(1813-1883) Arr.: Sake Tiemersma/Iginius Ferrari
4) Otto Nicolai: „Mondchor“ aus „Die lustigen Weiber von Windsor“
(1810-1849) Arr.: Gottfried Veit
5) Bedrich Smetana: „Polka und Finale“ aus „Die verkaufte Braut“
(1824-1884) Arr.: Peter Fister
6) Richard Wagner: „Einzug der Gäste auf der Wartburg“ aus „Tannhäuser“
(1813-1883) Arr.: Bernd Egidius
Leitung: Othmar Trenner
Ausführende: Kirchenchor Deutschnofen (Hans Simmerle)
Kirchenchor Völs am Schlern (Anton Federer)
Bezirksblasorchester Bozen (Arnold Leimgruber, Markus Silbernagl)
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Gottfried
Veit
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Bedient sich das
Blasorchester der operistischen Transkription, so handelt es sich mit
wenigen Ausnahmen immer um Musik bedeutender Komponisten. Dies fällt
auch bei der hier vorliegenden Programmfolge gleich ins Auge. Der erste
Konzertteil „Aus der Welt der Oper“ besteht aus vier Werken, die sowohl
in ihrer Reihung als auch in ihrer Charakteristik fast völlig dem
Aufbau einer klassischen Symphonie entsprechen.
Eröffnet wird das Konzert mit der melodienseligen Ouvertüre
zur Bellini-Oper „Romeo und Julia“, die ursprünglich den Namen „I
capuleti ed i Montecchi“ trug.
Als langsamer Satz erklingt dann einer der beeindruckendsten Abschnitte
aus der romantischen Oper „Lohengrin“ von Richard Wagner und zwar „Elsas
Zug zum Münster“.
An die Stelle des Menuetts oder des Scherzos der klassischen Symphonie
wird im Anschluss daran ebenso ein Tanz gespielt: Es ist dies die allseits
beliebte „Polonaise“ aus der im Jahre 1878 entstandenen Tschaikowsky-Oper
„Eugen Onegin“.
Abgeschlossen wird die viersätzige Vortragsfolge des ersten Konzertteiles
dann mit „Hymne und Triumphmarsch“ aus der Oper „Aida“ von Giuseppe Verdi.
Für die Uraufführung dieses Werkes, anlässlich der Eröffnungsfeierlichkeiten
des Suez-Kanals, ließ der große italienische Opernmeister eigens
sogenannte „Aida-Trompeten“ in altägyptischer Form anfertigen. Beim
Vortrag dieser imposanten Fanfarenmusik durch das Bezirksblasorchester Bozen
erklingen zwar keine „Aida-Trompeten“, jedoch wird einer der beiden Trompetenchöre
von „Ferntrompeten“ dargeboten.
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Othmar
Trenner
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Es
ist sicher nicht alltäglich, dass sich ein junges Blasorchester mit
einem großen gemischten Chor für ein Programm mit Opernchören
zusammentut. Doch anlässlich des Landesmusikfestes und des „Jahres
der Chöre 2005“ soll dieses Experiment gewagt werden. Die deutsche,
romantische Oper ist in ihrer Orchestersprache ja sehr bläserbetont,
sodass eine Bearbeitung einzelner Ausschnitte für großes Blasorchester
gar nicht so abwegig ist.
Da aber Opernbearbeitungen für Bläser heute verständlicherweise
nicht mehr so häufig in den Konzertprogrammen der Musikkapellen aufscheinen,
musste die Instrumentierung einiger Stücke erst von Gottfried Veit
und Iginius Ferrari besorgt werden. Dadurch wird das Programm sicher noch
interessanter. Für ein Blasorchester ist es eine interessante Erfahrung,
einmal die Rolle des begleitenden Opernorchesters zu übernehmen. Für
beide Kirchenchöre ist es eine besondere Herausforderung, den mehr
auf äußerlich-festlichen Glanz zielenden Klang der deutsch-tschechischen
Opernromantik zu verwirklichen.
Die gewählten Ausschnitte zählen auch heute noch zu den
beliebtesten und schönsten Opernchören der Romantik. Wir hoffen
deshalb mit diesem Konzert nicht nur uns selbst, sondern auch den zahlreichen
Opernfreunden ein Geschenk der besonderen Art machen zu können.
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